Exchange

Häufig gestellte Fragen zur Exchange-Lizenzierung

Die folgenden häufig gestellten Fragen bieten Antworten auf gängige Fragen zur Lizenzierung von Exchange.

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Nein. Die Outlook-Clientlizenz gehört seit Exchange Server 2003 nicht mehr zum Lieferumgang einer Exchange-CAL und muss für Exchange Server 2016 separat erworben werden. Die Exchange Server 2016-Standard-CAL umfasst das Recht zum Zugriff auf E-Mails, Kalender, Kontakte und Aufgaben entweder über Outlook im Web oder über ein mobiles Gerät mit Exchange ActiveSync.

Server – Preise und Lizenzierung

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Nein. Sowohl die Standard- als auch die Enterprise-CAL können mit jeder Serveredition verwendet werden.

Für jede laufende Instanz von Exchange Server 2016 ist eine Serverlizenz erforderlich, ganz gleich, ob die Anwendung auf einem physischen Computer oder einem virtuellen Computer installiert wird. Weitere Informationen zur Unterstützung der Virtualisierung.

Nein. Externe Benutzer benötigen keine CAL, um auf Exchange Server 2016 zugreifen zu können. Die Zugriffsrechte auf die standardmäßigen Exchange-Funktionen für externe Benutzer sind nun Teil der Exchange Server 2016-Lizenz.

Kunden können CALs für Exchange Server 2016 weiterhin wahlweise auf Benutzer- oder Gerätebasis erwerben. Wenn mehrere Benutzer einen Desktop gemeinsam nutzen und nicht einzeln von anderen Standorten auf den Exchange-Server zugreifen, ist die Lizenzierung mit einer Geräte-CAL ausreichend.

Ja. Weitere Informationen finden Sie unter Voraussetzungen für Exchange Server 2016.

Kunden erhalten die Funktionen "In-Situ-Archiv" und "In-Situ-Speicher" über die Exchange Online-Archivierung für Exchange Server. Mehr Sicherheit wird von Exchange Online Protection geboten. Alle anderen Premiumfunktionen stehen nur über die Enterprise-CAL oder die E-CAL-Suite zur Verfügung.

Ja. Die Kunden erhalten eine jährliche Abrechnung für Abonnements von Exchange Online Protection, die ihre Benutzer vor Viren und Spam schützen, sowie für die Verhinderung von Datenverlust (Data Loss Prevention, DLP, kollektiv als "die Dienste" bezeichnet). Die Kunden können darüber hinaus auch die Exchange Enterprise-CAL ohne Dienste kaufen, wenn sie kein DLP und keinen Antiviren- und Antispamschutz benötigen.

Beim Kauf im Open-Programm steht die Exchange Enterprise-CAL mit oder ohne Dienste zur Verfügung. Beim Erwerb im Rahmen des Select-Programms stehen den Kunden zwei Möglichkeiten offen. Sie können die Lizenz ("L-only") kaufen und erhalten die CAL ohne Software Assurance oder Dienste. Wenn sie jedoch Software Assurance (L&SA) wünschen, müssen sie auch die Dienste hinzubuchen.

Exchange Online – Preise und Lizenzierung

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Exchange Online wird über ein Abonnementmodell lizenziert, in dem jeder Benutzer eine Benutzerabonnementlizenz (User Subscription License, USL) benötigt. Im Rahmen dieser Abonnements stehen drei Abonnementtypen zur Verfügung: Exchange Online-Kiosk, Exchange Online Plan 1 und Exchange Online Plan 2. Diese Abonnements können eigenständig oder als Teil eines Office 365-Plans erworben werden, der SharePoint Online, Skype for Business Online und Office ProPlus umfasst.

Wenn Sie die unterschiedlichen Pläne vergleichen möchten, lesen Sie Vergleich der Exchange Online-Pläne. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Exchange Online-Dienstbeschreibung.

Nein. Ressourcenpostfächer einschließlich Raumpostfächer und Gerätepostfächer sind spezielle Postfachtypen, die kostenlos im Rahmen eines Exchange Online-Abonnements bereitgestellt werden. Es gibt keine Beschränkung im Hinblick auf die Anzahl der Konferenzräume.

Nein. Für freigegebene Postfächer sind keine Anmeldeinformationen erforderlich, sodass nur von lizenzierten Benutzern darauf zugegriffen werden kann, denen Stellvertretungszugriff gewährt wurde (Vollzugriff auf das Postfach, "Senden als" oder "Senden im Auftrag von"). Beachten Sie, dass die Benutzer von Exchange Online-Kiosk nicht über Stellvertretungszugriff verfügen und daher nicht auf freigegebene Postfächer zugreifen können.

Freigegebene Postfächer enthalten kein persönliches Archiv und keine Funktionen zur Einhaltung der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht. Wenn Sie diese Funktionen benötigen, müssen Sie Exchange Online Plan 1 oder Plan 2 erwerben und dem freigegebenen Postfach zuweisen.

Es gibt keine Beschränkung im Hinblick auf die Anzahl freigegebener Postfächer.

Sie müssen das freigegebene Postfach einem Exchange Online Plan 1 plus Abonnement für die Exchange Online-Archivierung oder einem Exchange Online Plan 2-Abonnement zuordnen, um ein In-Situ-Archiv aktivieren zu können. Ein freigegebenes Postfach kann nicht zum Archivieren von E-Mails für eine Organisation verwendet werden, abgesehen von den Nachrichten, die von dem freigegebenen Postfach aus gesendet oder von diesem empfangen wurden.

Ein In-Situ-Archiv kann nur zum Archivieren der E-Mails eines einzelnen Benutzers oder einer Entität verwendet werden, dem oder der eine Lizenz zugewiesen wurde. Die Verwendung eines In-Situ-Archivs als Methode zum Speichern der E-Mails von mehreren Benutzern oder Entitäten ist unzulässig. So können IT-Administratoren beispielsweise keine freigegebenen Postfächer erstellen und veranlassen, dass die Benutzer ein freigegebenes Postfach (über CC oder eine Transportregel) zum Zweck der Archivierung kopieren.

Sie müssen dem freigegebenen Postfach ein Exchange Online Plan 2-Abonnement zuweisen, um es in einem In-Situ-Speicher ablegen zu können.

Ja, für diese Postfächer ist ein Abonnement erforderlich. Der Abonnementtyp kann Exchange Online-Kiosk oder Exchange Online Plan 1 oder Plan 2 sein.

Nein. Weitere Informationen zur Discoverysuche in Postfächern finden Sie unter Erstellen eines Discoverypostfachs zum Speichern von Suchergebnissen.

Öffentliche Ordner-Postfächer stehen Benutzern mit einem Abonnement für Exchange Online Plan 1 und Plan 2 zur Verfügung. Für Benutzer von Exchange Online-Kiosk sind sie nicht verfügbar.

Nein. Die Nutzung von Journaling, Transportregeln oder Regeln für die automatische Weiterleitung, um Nachrichten zum Zweck der zweifachen Zustellung in ein Exchange Online-Postfach zu kopieren, ist unzulässig. Für die Aufbewahrung von Nachrichten müssen Sie die Inhalte der Benutzer in einem In-Situ-Speicher ablegen oder die Nachrichten per Journaling an einem externen Journalspeicherort speichern.

Es gibt kein Zeitlimit im Hinblick auf die Dauer der Aufbewahrung. Sie können die Aufbewahrungsdauer so festlegen, dass sie den Anforderungen Ihres Unternehmens entspricht.

Die Funktion "In-Situ-Archiv" von Exchange Online Plan 2 bietet unbegrenzten Speicherplatz für die E-Mail-Daten eines Benutzers. Das In-Situ-Archiv weist ein Standardkontingent auf, das für eine angemessene Nutzung ausreichend ist, einschließlich des Imports älterer E-Mails des Benutzers. Sollte ein Benutzer dieses Kontingent je ausschöpfen, müssen Sie den Office 365-Support anrufen. Weitere Informationen zur Archivierung finden Sie unter Exchange Online-Dienstbeschreibung.

Hierfür haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  • Sie können die Daten des Benutzers in eine PST-Datei exportieren und diese lokal speichern.
  • Sie können die Daten dieses Benutzers im Postfach des Benutzers aufbewahren, indem Sie den Benutzer in den In-Situ-Speicher aufnehmen und sein Postfach als inaktiv kennzeichnen, wie hier beschrieben. Es ist nicht erforderlich, die Abonnementlizenz eines Benutzers für das inaktive Postfach beizubehalten.
  • Wenn Sie über eine Hybridimplementierung von Exchange Server und Exchange Online verfügen, können Sie das Postfach lokal zurückmigrieren. Weitere Informationen zu Hybridbereitstellungen finden Sie hier.

Exchange Online-Kiosk wurde für Benutzer entwickelt, die weniger Nachrichtenfunktionen benötigen, da ihr Computer nicht primär für die Kommunikation verwendet wird. Im Rahmen des Abonnements erhalten sie 2 GB Postfachspeicher pro Benutzer und webbasierten Zugriff über Outlook im Web. Bei Kiosk-Benutzern sind bestimmte Funktionen deaktiviert, wie Posteingangsregeln, Öffentliche Ordner-Postfächer, Websitepostfächer, freigegebene Postfächer und Stellvertreterzugriff auf andere Postfächer. Weitere Informationen finden Sie unter Exchange Online-Dienstbeschreibung.

Ja. Alle Exchange Online-Abonnements einschließlich Exchange Online-Kiosk verfügen über organisationsweite Funktionen wie In-Situ-eDiscovery, Journaling, benutzerdefinierte Aufbewahrungsrichtlinien und erstklassige Antispam- und Antivirenfilterung über Exchange Online Protection.

Benutzer mit Kiosk-Postfächern genießen bezüglich der in der SLA vereinbarten Betriebszeit und den Georedundanzen den gleichen Schutz wie Benutzer anderer Exchange Online-Postfächer.

Wenn Sie ein Kiosk-Postfach in einen In-Situ-Speicher verschieben möchten, müssen Sie ein Upgrade auf Exchange Online Plan 2 durchführen oder das Add-On Exchange Online Archivierung für Exchange Online kaufen.

Nein. Wenn einem Benutzer ein Kiosk-Abonnement zugewiesen wurde, sind Chatunterhaltungen und der Anwesenheitsstatus in Outlook im Web deaktiviert, auch wenn der Benutzer über ein Skype for Business Online-Abonnement verfügt. Darüber hinaus werden kalenderbasierte Anwesenheitsupdates in Skype for Business nicht für Kiosk-Benutzer angezeigt und auch keine E-Mails mit Abwesenheitsbenachrichtigungen empfangen, weil Exchange-Webdienste keinen Zugriff auf Kiosk-Postfächer haben. Benutzern, die diese Funktionen benötigen, sollte ein Exchange Online Plan 1-Abonnement zugewiesen werden.

Ja. Im Microsoft Online Services-Portal können Sie dem Benutzer ein neues Abonnement zuweisen und ihn aus dem alten entfernen. Damit werden die Möglichkeiten des Benutzers in Exchange Online automatisch aktualisiert. Die Verfahren zum Erwerb neuer Abonnements und Kündigen alter Abonnements unterscheiden sich. Einzelheiten hierzu finden Sie in der jeweiligen Lizenzvereinbarung.

Ja. Im Microsoft Online Services-Portal können Sie dem Benutzer ein neues Abonnement zuweisen und ihn aus dem alten entfernen. Damit werden die Möglichkeiten des Benutzers in Exchange Online automatisch aktualisiert. Für einen reibungslosen Umstieg sollten Sie alle In-Situ-Speicher aus dem Postfach des Benutzers entfernen, bevor Sie ihm ein neues Abonnement zuweisen. Das Verhalten beim Downgrade sieht wie folgt aus:

  • Postfachdaten: Alle Daten im Postfach des Benutzers und im Archiv werden beibehalten. Wenn sich im primären Postfach und im Archiv des Benutzers insgesamt mehr aus 50 GB Daten befinden, verläuft die Konvertierung erfolgreich, das Postfach entspricht aus dem Blickwinkel der Lizenzierung jedoch nicht mehr den Compliance-Regeln, bis der Benutzer die überschüssigen Daten gelöscht hat.
  • In-Situ-Speicher: Wenn sich das Postfach im In-Situ-Speicher befindet, bleibt der Speicher vorhanden. Das Postfach entspricht aus dem Blickwinkel der Lizenzierung jedoch nicht mehr den Compliance-Regeln, bis der In-Situ-Speicher gelöscht wurde. Wenn Sie mit der Verzeichnissynchronisierung arbeiten, können Sie den In-Situ-Speicher löschen, indem Sie das Active Directory-Objekt des Benutzers aktualisieren. Andernfalls müssen Sie den Support anrufen, um den Speicher löschen zu lassen.
  • Gehostete Voicemail: Diese Funktion wird als Teil des Umstiegs automatisch für den Benutzer deaktiviert.

Die Verfahren zum Erwerb neuer Abonnements und Kündigen alter Abonnements unterscheiden sich. Einzelheiten hierzu finden Sie in der jeweiligen Lizenzvereinbarung.

Ja. Im Microsoft Online Services-Portal können Sie dem Benutzer ein neues Abonnement zuweisen und ihn aus dem alten entfernen. Damit werden die Möglichkeiten des Benutzers in Exchange Online automatisch aktualisiert. Für einen reibungslosen Umstieg sollten Sie die Posteingangsregeln und SMS-Benachrichtigungen des Benutzers löschen, bevor Sie ihm ein neues Abonnement zuweisen. Das Verhalten beim Downgrade sieht wie folgt aus:

  • Postfachgröße: Wenn der Postfachinhalt 2 GB übersteigt, schlägt die Aktion fehl.
  • Posteingangsregeln: Vorhandene Posteingangsregeln werden beibehalten, können jedoch nicht bearbeitet werden. Sie können den Office 365-Support anrufen, damit die Regeln des Benutzers in Ihrem Auftrag gelöscht werden, sodass das Postfach wieder mit den Lizenzierungsbedingungen übereinstimmt.
  • SMS-Benachrichtigungen: Vorhandene SMS-Benachrichtigungen werden beibehalten, es können jedoch keine neuen erstellt werden. Sie können den Office 365-Support anrufen, damit die SMS-Benachrichtigungen des Benutzers in Ihrem Auftrag gelöscht werden, sodass das Postfach wieder mit den Lizenzierungsbedingungen übereinstimmt.

Die Verfahren zum Erwerb neuer Abonnements und Kündigen alter Abonnements unterscheiden sich. Einzelheiten hierzu finden Sie in der jeweiligen Lizenzvereinbarung.

Wenn Sie einen Exchange 2010-Server nur als Brücke zwischen der alten lokalen Exchange Server 2003/2007-Umgebung und Exchange Online installieren, können Sie einen Server Key für die Hybrid Edition anfordern, um den Server zu lizenzieren.

Ja. Sie können mit Ihrem Hybrid Edition-Server Key mehrere Server lizenzieren, vorausgesetzt, der Hybrid Edition-Server wird im Rahmen der vorstehend ausgeführten Richtlinien verwendet.

Nein. Exchange Server 2016 enthält systemeigene Hybridfunktionen, sodass Sie Ihre Exchange Server 2016-Organisation ohne einen Hybrid Edition-Server mit Exchange Online verbinden können. Die Hybrid Edition ist nur für Organisationen gedacht, die Exchange Server 2007 oder Exchange Server 2010 ausführen. Kunden mit Exchange 2010 können ihre Organisation ebenfalls ohne Hybrid Edition-Server weiterhin direkt mit Exchange Online verbinden, wenn sie auf das neueste Service Pack aktualisiert haben, oder sie können sich für die Installation eines Hybridservers von Exchange Server 2016 entscheiden. Kunden mit Exchange 2003 können weiterhin die Exchange 2010 Hybrid Edition-Server verwenden, um auf Exchange Online mit dem neuesten Service Pack zuzugreifen.

Für die Eingabe des neuen Product Keys können Sie PowerShell verwenden.

In einer Hybridumgebung können Ihre MX-Einträge auf Exchange Online verweisen. In diesem Szenario bietet Exchange Online Protection (EOP) Antispam- und Antischadsoftware-Filterung für eingehende E-Mails lokaler Benutzer, d. h., die lokalen Benutzer benötigen EOP-Abonnements.

Ihr Exchange Online-Mandant (und die Exchange Online-Archivierungspostfächer, sofern vorhanden) müssen zuerst vollständig auf die neueste Version von Exchange Online (basierend auf Exchange Server 2016) aktualisiert werden, bevor Sie Exchange Server 2016-Server lokal installieren. Das Setup von Exchange Server 2016 enthält eine Prüfroutine, die verhindert, dass Ihre Organisation in einen nicht unterstützten Status gerät. Nachdem Ihr Exchange Online-Mandant aktualisiert wurde oder wenn Sie zum ersten Mal die Verbindung mit einer neuen Exchange Online-Umgebung herstellen, können Sie Exchange Server 2016 installieren, sofern die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Wenn Sie einen Exchange 2010-Server nur als Brücke zwischen der alten lokalen Exchange Server 2003/2007-Umgebung und Exchange Online installieren, können Sie einen Server Key für die Hybrid Edition anfordern, um den Server zu lizenzieren. Wenn Sie einen Exchange Server 2016-Server nur als Brücke zwischen einer herkömmlichen lokalen Exchange 2007/2010-Umgebung und Exchange Online installieren, können Sie ebenfalls einen Hybrid Edition-Server Key anfordern, um den Server zu lizenzieren.